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Sparpaket: Heeresbediensteten droht Gehaltsverlust

Das Sparpaket hat einen neuen großen Verlierer

Fast 14.000 Heeresbediensteten drohen zusätzlich zur Nulllohnrunde Gehaltsverluste von bis zu 5,5 Prozent.

Von Apa | Aktualisiert vor 5 Stunden

Militärs kommen durch Reform doppelt zum Handkuss.
Im Sparpaket ist nämlich die Streichung des sogenannten verlängerten Dienstplans vorgesehen. Dabei handelt es sich um eine Pauschalvergütung für die 41-Stunden-Woche, die Soldaten haben. Je nach Gehaltsstufe bedeutet die Gehaltskürzung für die Bediensteten einen Verlust zwischen 300 und 1.163 Euro im Jahr, wie aus der APA vorliegenden Berechnungen der Gewerkschaft hervorgeht. Zusätzlich ist für Beamte 2013 eine Null-Lohnrunde und 2014 nur eine moderate Gehaltsanpassung geplant.

Die Zahlen im Detail: Chargen mit 1.492 Euro Bruttobezug im Monat verlieren 25 Euro, ein Unteroffizier mit 1.775 Euro Monatsbruttogehalt verliert 97 Euro und ein Offizier mit 2.492 Euro Gehalt verliert 119 Euro im Monat. Das sind Verluste zwischen 1,7 und 5,5 Prozent. Diese Gehaltskürzung soll im Jahr 16 Mio. Euro an Einsparung bringen. Die Gewerkschaft bezweifelt das, denn durch die Streichung dieser Pauschalvergütung würden Überstunden anfallen. Die Ersparnis würde sich unter dem Strich auf fünf bis sechs Mio. Euro belaufen.
Für die Personalvertretung ist das eine "bodenlose Sauerei", wie der Vorsitzende der GÖD-Bundesheergewerkschaft, Wilhelm Waldner, der APA sagte. Er verlangte die Rücknahme dieser "unfairen, unsolidarischen und ungerechten Maßnahme".
Die Gewerkschaft macht auch auf ein weiteres Problem aufmerksam: Wenn es zu einem absoluten Aufnahmestopp beim Heer kommt, würden Hunderte Unteroffiziere und Offiziere, die derzeit an den Militärakademien ausgebildet werden, ohne Job dastehen. Ein Aufnahmestopp sei "durchaus zu verstehen und nachvollziehbar", dürfe aber nicht nach der "Rasenmähermethode" durchgezogen werden, so Waldner.

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