Vzlt VRISK Ernestus
Schiessen ist 10% Talent, aber 90% Training!
Diese Erfahrung habe ich schon relativ früh gemacht und sie hat mich im Laufe meiner „Schiessjahre“ immer begleitet.
Das Training für das Schiessen mit P 80 oder StG 77 umfasst jedoch nur zu einem geringen Teil das Training im scharfen Schuss. Den weitaus größeren Teil des Trainings umfasst die Steigerung der körperlichen Fitness, da größere körperliche Leistungsfähigkeiten auch bessere Konzentrationsfähigkeit bedeuten.
Ohne entsprechende körperliche und geistige Fitness werden manche Sieger bei Schiesswettkämpfen immer nur „Eintagsfliegen“ bleiben, bleibende und sich wiederholende Erfolge geschehen nur bei entsprechendem Training in allen Bereichen. Meine Erfolge bei diversen Wettkämpfen, Bereichsmeisterschaften und Heeresmeisterschaften im Schiessen beweisen diese Erfahrungswerte. Daher bin ich auch besonders stolz, dass ich nach wie vor jährlich meinen Körpertest absolviere und meine körperliche Fitness mit Joggen (immer über 10 km) und Inline-Skating (jährlich ca. 2000 km) bisher halten konnte. Als Höhepunkt meiner körperlichen Vorbereitung zählte heuer der Donauradweg, den ich in vier Tagen mit den Inline-Skatern absolvierte (immerhin 350 km).
Aber auch der 10%ige Talentanteil hat seine Berechtigung. Im Besonderen beim Schiessen mit der P 80 ist für den Erfolg – den Sieg – das Talent erforderlich. Mit entsprechendem Training (wie oben ausgeführt) erreicht ein durchschnittlicher Schütze mit etwas Glück ein Trefferergebnis von ca. 80 Ringen (von 100 möglichen Ringen), der talentierte Schütze wird mit gutem Training auch 90 Ringe erreichen. Alle Ergebnisse über 90 Ringen ergeben eine entsprechende Mischung von Talent, ambitioniertem Training, der Tageslage und etwas Glück.
Das Sprichwort „Glück hat nur der Tüchtige“ trifft gerade in dieser Disziplin punktgenau.
Meine Karriere als Wettkampfschütze begann 1977 mit dem zweiten Platz im Schiessen mit Pistole 08 und dem StG 58 im Rahmen der Bataillonsmeisterschaft des BAB 7. In den folgenden Jahren gab es keinen Bewerb, bei dem ich nicht als Teilnehmer gemeldet war.
Besonders stolz bin ich heute noch auf mein Ergebnis bei Gendarmerie-Gebrauchs-waffenschiessen im Raum Bleiburg, bei dem ich den 14. Gesamtrang erzielen konnte und nur von Spezialkräften von Polizei und Gendarmerie geschlagen wurde.
Bei der Heeresmeisterschaft 1987 in WÖLLERSDORF wurde ich mit der Mannschaft Kärnten 1 Heeresmannschaftsmeister StG 77.
In den Jahren meiner Teilnahme bei Wettkämpfen, Bereichsmeisterschaften und Heeresmeisterschaften habe ich 26 erste Plätze, 10 zweite Plätze und 10 dritte Plätze errungen.
Herausragend dabei die Jahre 2004 bis 2008, in denen ich jedes Jahr den Titel des Bereichsmeisters Schiessen P 80 und einmal StG 77 erringen konnte. Den ersten Schiess-Cup des MilKdo K – ein Bewerb für den ich die Idee hatte und der mit Hilfe des MilKdo K und vieler Schützenkameraden umgesetzt werden konnte – gewann ich mit der P 80, der Bewerb mit dem StG 77 sah mich „nur“ als Zweiter.
Der zweite Heeresmeistertitel gelang mir 2009, wo ich Heeresmeister im Pistolenschiessen 2009 wurde. Nach entsprechender Vorbereitung und Training gelang es mir heuer, den Vorjahreserfolg zu wiederholen und den Titel Heeresmeister im Pistolenschiessen 2010 nach Kärnten zu holen.
Am 30. November erfolgt in MARWIESEN der Startschuss zum Schiess-Cup 2010/2011 des Militärkommando KÄRNTEN, an dem sich jeder Kaderangehörige beteiligen kann und soll. Alle Kaderangehörigen des MilKdo Bereiches können und vor allem sollen sich hier beteiligen. Vergessen wir nicht, das erste Werkzeug des Soldaten ist die Waffe, und die Beherrschung dieses Werkzeuges ist unsere Pflicht. Wettkämpfe und Meisterschaften, sowie entsprechendes Training versetzen jeden in die Lage, dieses Werkzeug vollendet zu beherrschen.
Schützen Heil!
Die UOG-K gratuliert unserem
Heeresmeister Vzlt VRISK zur erfolgreichen Titelverteidigung im Pistolenschießen.










