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Die Heeresmunitionsanstalt KLAGENFURT

im Wandel der Zeit

Vom Pulverturm zur Heeresmunitionsanstalt

Die HMunA K wurde erstmals in einem Schriftverkehr zwischen der Stadt St.Veit/Glan und dem Artilleriedistrictskommando in Graz als Pulverturm in der „Villacher Vorstadt“ (einem alten Stadtteil von St.Veit/Glan) 1775 erwähnt.
Im Jahre 1818 wurden Salpeter- und Schwefelmagazine sowie das Wachthaus erbaut. Über lange Zeit galten die Pulvermühlen in Hörzendorf als Zulieferer.
Auf Grund der Stadterweiterung und damit die Nähe zum Pulverturm bewogen die Stadtgemeinde etliche Ansuchen an das Artilleriedistrictskommando in Graz und an das Reichskriegsministerium mit der Bitte um Verlegung zu richten.
Erst nachdem die Stadtgemeinde St.Veit ein Areal in Zwischenbergen (Muraunberg) angekauft und dies dem Reichkriegsministerium unentgeltlich angeboten hatte erfolgte 1901 die Zustimmung des Ministeriums für einen Neubau eines Pulver- bzw. Munitionslagers.
Auf Grund der geringen Belagsmenge in diesem neuen Munitionslager wurde ab 1917 in Glandorf ein Freilager für italienische Beutemunition und Sprengstoff errichtet. Nach dem Ende des 1. Weltkrieges mussten diese Bestände wieder an Italien zurückgegeben werden und das Lager wurde aufgelassen.

Munitionshäuser MURAUNBERG  1956 - 1967

Munitionshäuser MURAUNBERG 1956 - 1967 (Foto: Archiv HMunA K)

Von 1919 bis 1938 wurde das Lager in Muraunberg vom Bundesheer der Ersten Republik genützt.
Zwischen 1938 bis 1945 benutzte es die Deutsche Wehrmacht. Nach Kriegsende wurde es von der britischen Besatzungsmacht übernommen. Zwischen 1950 und 1956 diente es als Lagerstätte für pyrotechnische Artikel der Firma Liebenwein.
1956 wurde es wieder offiziell als Munitionslager des Österreichischen Bundesheeres übernommen und besteht nach einigen Ausbau- und renovierungsarbeiten bis heute als Munitionslagerabteilung der HMunA K.

Ältestes noch erhaltenes Pulvermagazin GRADNITZ

Ältestes noch erhaltenes Pulvermagazin GRADNITZ (Foto: Fankhauser 2003)

Die Geschichte des ehemaligen Munitionslagers in Gradnitz beginnt mit dem Erwerb einer Liegenschaft östlich der St.Jakoberstrasse in Klagenfurt im Dezember 1927 durch die 6. Brigade in Innsbruck. Es wurde wie Muraunberg vom BH der Ersten Republik, der Deutschen Wehrmacht und ab 1956 wieder vom ÖBH genutzt. Im Oktober 2002 wurde das MunLager geschlossen und die Munition in das MunLager Muraunberg umgelagert.
Dieses ehemalige Heeresmunitionslager Klagenfurt wurde am 1. September 1982 zur Heeresmunitionsanstalt Klagenfurt umorganisiert.
Die Verwaltungsabteilung die sich in einem Gebäude westlich der St.Jakoberstrasse befand musste am 1. Oktober 2008 in die Laudonkaserne übersiedeln und das Areal wurde 2010 verkauft.
1970 wurde dann mit dem Bau des Munitionslagers Kaltwasser auf der Flattnitz (Steiermark) begonnen welches der HMunA K als Lagerabteilung unterstellt wurde. Diese wurde 2010 geschlossen und das Areal verkauft.
1983 erfolgte der Bau eines Truppenmunitionslagers in Zeltweg welches ebenfalls der HMunA K übergeben wurde. Es dient heute vor allem zur Lagerung von Munition für die Luftstreitkräfte.
Am 1.4.2008 erfolgte auf Grund der Schließung der HMunA GRAZ die Angliederung des MunLagers Hieflau , an die HMunA K.
Leider ist die Zukunft der HMunA K durch die Heeresreform in Frage gestellt und eine Schließung der Kärntner Dienststellen mit 2012 geplant.



Beitrag der HMunA KLAGENFURT OStWm KASTRUN Karl

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